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Zur Ökologie sozialer Stützsysteme

Bernd Röhrle1
[Forum Gemeindepsychologie, Jg. 13 (2008), Ausgabe 1]

Zusammenfassung

Große Hoffnungen werden in soziale Unterstützungssysteme gesetzt. Ihnen werden kognitive, emotionale und materielle Formen der Unterstützung zugeschrieben. In der tendenziell positiven Bewertung sozialer Unterstützungssysteme werden unerwünschte Effekte wie eine zunehmende soziale Kontrolle oder die Fokusssierung auf eine Nutzung vorhandener Ressourcen anstelle der Generierung neuer Ressourcen häufig übersehen. Soziale Unterstützung wird als eine Form sozialen Handelns theoretisch gefasst. Hierdurch ergeben sich Ansatzpunkte für eine vertiefende Analyse von Bedingungen und Wirkungen sozialer Unterstützung. Es wird insbesondere auf den „nehmenden“ Effekt sozialer Unterstützung hingewiesen. Der ökologisch-handlungstheoretische Zugang führt zu bestimmenden Merkmalen sozialer Unterstützungssysteme, wie z. B. Größe, Multiplexität, Dichte. Ein zweiter Zugang zur Analyse von Netzwerkstrukturen, nämlich die Untersuchung der diachronen und synchronen Struktur sozialer Unterstützungssysteme wird ebenfalls dargestellt.

Schlüsselwörter

Soziale Unterstützung, Soziales Netzwerk, Prävention, Stressverarbeitung, Handlungstheorie

Summary

Important functions of social support systems are cognitive, emotional and material support. But unintended effects are often neglected. Examples of unintended effects are: an increase of social control, the concentration on using resources instead of generating new resources. From the perspective of action theory constitutive characteristics of social support are described, i.e. extend, density, multiplexity. A second approach to analyse structures of networks, the analysing of diachronous and synchronous structures, is also developed.

Key words

Social support, social network, prevention, coping, action theory

1. Die Suche nach „sozial unterstützenden“ Umwelten

Spricht man heute über gesellschaftliche Entwicklungen, so wird über zunehmende Einsamkeit, Isolation und den Verlust sozialer Bindungen geklagt. Mangelnde Gefühle sozialer Zugehörigkeit gelten als Folgen bzw. subjektive Korrelate spätzivilisatorischer Erscheinungen, wie z.B. radikale Urbanisierung, Stadtzerstörung, zunehmende Mobilität, u.a.m.. Mit dem Blick auf derartige Erscheinungen entdeckt man im Zuge „neuer“ sozialpolitischer Konzepte die heilsame Wirkung sozialer Stützsysteme, wie Familie, Freundschaften, Nachbarschaftsbeziehungen und sogenannter „Kleiner Netze“. Dieser Hintergrund macht verständlich, warum sich verschiedene sozialwissenschaftliche Fachrichtungen, teils anwendungsbezogen, teils einem allgemeinen Erkenntnisinteresse verpflichtet, zunehmend mit dem Thema „soziale Unterstützung“ befassen.

Um soziale Systeme analysieren zu können, die man jenseits von primären und sekundären Gruppen anzusiedeln hat, nutzen Soziologen und Sozialanthropologen schon seit längerer Zeit das Konzept des sozialen Netzwerks. Grob vereinfacht, schlüsselt dieses Konzept globale soziale Systeme als Personen- und Relationskonfigurationen auf. Neben sozialregulativen und normativen Aufgaben erhalten soziale Netzwerke vor allem die Funktion sozialer Unterstützung zugewiesen. Die Untersuchung von Funktion, Struktur und thematischen Orientierungen von sozialen Netzwerken ist auch zum Aufgabengebiet von Sozialpsychologen geworden, die im Kontext des Heider’schen Balancekonzepts oder der Austauschtheorie globalere soziale Systeme zu analysieren suchen (vgl. hierzu Schencks, 1984). Neuerdings werden soziale Stützsysteme auch von Sozialpsychologen, die sich ursprünglich dem Thema „Altruismus“ verschrieben haben, als das eigentliche Untersuchungsfeld erkannt. Sie untersuchen insbesondere den Einfluß sozialer Netzwerke auf das Hilfesuchverhalten und die möglichen Wirkungen bzw. Reaktionen beim Empfänger sozialer Unterstützung (vgl. hierzu z.B. Depaulo et al., 1984; Wills, 1982).

Vor allem im Kontext der Gemeindepsychologie hat das Thema „soziale Unterstützung“ Hochkonjunktur. Eine geradezu inflationäre Flut von Studien und Veröffentlichungen zur Bedeutung sozialer Unterstützung stellt sich dem gemeindepsychologisch Interessierten entgegen (vgl. die neueren Übersichtsarbeiten von Cohen & Syme, 1985; Gottlieb, 1983a; Keupp, Röhrle & Stark; 1985, Sarason & Sarason, 1985; Whittaker & Garbarino, 1983).

Mit dem Konzept der sozialen Unterstützung hoffen Sozialepidemiologen die Grundannahmen eines soziogenetischen Krankheitsmodells weiter untermauern zu können. Mit Hilfe dieses Konzepts soll vor allem auch der Zusammenhang von kritischen Lebensereignissen und Erkrankungsraten genauer analysiert werden. Mangelnde soziale Unterstützung wird dabei weniger als kritisches Lebensereignis aufgefasst, sondern erhält vielmehr den Charakter einer vermittelnden Variablen, die Einfluß auf diesen Zusammenhang nimmt. Von noch größerer Bedeutung ist die Auffassung, daß soziale Stützsysteme die längst gesuchten vermittelnden Glieder zwischen (sozialen) Makrostrukturen (z.B. soziale Klassen) und individuellen Parametern (z.B. pathologische Erscheinungen) darstellen könnten (vgl. Keupp, 1982; Waltz, 1981). Obgleich die Art der gesuchten Verbindung noch weitgehend im Dunkeln liegt, deutet sich doch an, daß z.B. die Klassenzugehörigkeit von Mitgliedern sozialer Netzwerke Einfluß auf Struktur, Art und Ausmaß sozialer Unterstützung nimmt.

Konzepte der primären Prävention haben schon seit langem, wenn auch recht global, auf die Bedeutung von sozialen Stützsystemen hingewiesen. Nun gilt es, Arten, Wirkungsweisen von sozialer Unterstützung und die sie beeinflussenden Faktoren näher zu bestimmen. Typisierungen von sozialer Unterstützung tragen dazu bei, mögliche Klassen von psychosozialen Ressourcen genauer zu kennzeichnen. Sowohl sehr deskriptiv gefasste als auch theoretisch gesättigtere Unterscheidungen kommen zu recht ähnlichen Einteilungen. Sehr grobe Unterscheidungen differenzieren nur kognitive, emotionale und materielle Formen der sozialen Unterstützung.

Wird die Funktion sozialer Unterstützung hervorgehoben, so wird sie typisiert in Handlungen, die den Selbstwert bzw. sozialen Status stabilisieren oder erhöhen, Information für die unterschiedlichsten Verwendungszusammenhänge liefern, konkrete instrumentelle Hilfen anbieten, etwas zur Produktion sozialer Bindungen beitragen oder gar bestimmte motivationale Lagen aufrechterhalten helfen (vgl. z.B. Gottlieb, 1983a; Wills, 1985). Solche Klassifizierungen von sozialer Unterstützung verleiten dazu, Unterstützungspotentiale als jederzeit abrufbare bzw. nutzbare Ressourcen anzusehen. Die Konnotation der Begrifflichkeit legt außerdem nahe, mögliche unerwünschte (z.B. soziale kontrollierende) Effekte und den zumindest ambivalenten Charakter sozialer Unterstützung zu übersehen. Ein drittes Problem besteht darin, daß der Blick mehr auf den Gebrauch sozialer Ressourcen und weniger auf deren Herstellung gelenkt wird. Nicht zuletzt wird ein theoretische äußerst heterogenes Forschungsfeld abgesteckt, das zu integrieren immer schwerer fällt.

Die Wirkmechanismen sozialer Unterstützung werden vornehmlich im Rahmen allgemeiner kausaler Modelle untersucht. Diese Modelle beschreiben weitgehend inhaltsleer das Zusammenwirken verschiedener Faktoren (Streß, Strain, Coping, soziale Unterstützung und andere Charakteristika von sozialen Netzwerken) auf abhängige Variablen, wie psychische Gesundheit bzw. Krankheit. Rekursive oder nonrekursive Modelltypen legen mögliche Einflußrichtungen dieser Faktoren fest. Ganz allgemein geht man davon aus, daß soziale Unterstützung auf die Produktion, Wahrnehmung und Verarbeitung von Stressoren und damit auf die genannten abhängigen Variablen einen günstigen (puffenden, indirekten) Einfluß ausübt. Man nimmt aber auch an, daß direkte Effekte möglich sind, d.h. also z.B. daß psychische Gesundheit durch soziale Unterstützung unmittelbar stabilisiert werden kann. Um solche Annahmen theoretisch gehaltvoller zu machen, werden meist im Sinne von post-hoc- Erklärungen die unterschiedlichsten Theorien bemüht. Erwähnung findet u.a. die Theorie von der Wirkung soziobiologischer Immunsysteme, die Theorie des „Attachment“ und die soziale Vergleichs- und Austauschtheorie (vgl. z.B. Heller, 1979; Pilisu, 1982; Wills, 1985). Im Kontext einschlägiger Studien zur Wirkung sozialer Unterstützung gelangte man zur Einsicht, daß sich eine konsequentere psychologische Betrachtungsweise als notwendig erweist (vgl. Gottlieb, 1983b). So wurde u.a. deutlich, daß die subjektive Einschätzung sozialer Unterstützung bedeutsamer ist, als objektive Bestimmungsversuche. Auch erkannte man, daß soziale Unterstützung anlaßspezifisch wirkt. Darüber hinaus ist sie in Abhängigkeit vom Verlauf einer Krisenbewältigung in je spezifischen Lebensphasen zu betrachten und wird von Personvariablen stark beeinflußt. Nicht zuletzt wurde offenkundig, daß auch der Einfluß ökologischer Kontexte (z.B. Stadtstrukturen) auf soziale Unterstützungspotentiale zu berücksichtigen ist.

2. Bisherige Betrachtungsweisen zur Ökologie sozialer Stützsysteme

Diese Erkenntnis führte zu einer Vielzahl von Studien, die den Einfluß von räumlichen Verhältnissen, Urbanisierungsprozessen, nach Sozialraum typisierbaren Wohnquartieren und von architektonischen Gegebenheiten auf die Struktur sozialer Netzwerke und Unterstützungspotentiale untersuchten. Erst in zweiter Linie wurde dabei soziale Unterstützung als vermittelnde Variable genutzt, um den Einfluß solcher (streßproduzierender) Umweltfaktoren auf individuelle Befindlichkeiten genauer zu bestimmen (vgl. z.B. Coopermann, 1977; Fischer, 1982; Kasl, 1974; Keupp, 1985; Strohmeier, 1983; Warren, 1981; Wellmann, 1982).

Im Kontext der Umweltpsychologie gelten soziale Stützsysteme als wesentliche Bestandteile von sozialen Umwelten (vgl. Kelly, 1977). Bei der Suche nach Umwelteigenschaften, die bestimmte adaptive Handlungsmuster erfordern oder auch individuellen Bedürfnissen und Entfaltungsmöglichkeiten entgegenkommen, erlangen soziale Stützsysteme eine immer größer werdende Bedeutung (vgl. Moos, 1984; Moos & Mitchell, 1982). Analysiert man die Beziehungen zwischen nach Größe und Abstraktion hierarchisch geordneten Systemebenen von Umwelt, so erhalten soziale Stützsysteme bzw. Netzwerke die Funktion einer zentralen Schaltstelle zugewiesen (vgl. Bronfenbrenner, 1979).

2.1 Der Einfluß ökologischer Faktoren auf soziale Stützsysteme und Netzwerke

Es ist völlig ausgeschlossen, hier einen Überblick über die Vielzahl der z.T. widersprüchlichen Befunde zum Einfluß physikalischer Umwelteigenschaften auf soziale Beziehungsmuster, Unterstützungspotentiale und individuelle Eigenschaften zu geben {vgl. hierzu in Ansätzen Keupp, 1985; Körte, 1984). Erwähnt werden sollten jedoch folgende Ergebnismuster:

  1. Die Art des Zusammenhangs zwischen physikalischen Umwelteigenschaften (Stadtstrukturen, architektonische Gegebenheiten) und individuellen Parametern ist über den vermittelnden Einfluß von sozialen Stützsystemen bzw. Netzwerken genauer aufschlüsselbar. Gehen Variablen wie Lebenslagen, sozialer Status und Sozialraumtypen auch im Sinne von Mehrebenenanalysen mit in die Untersuchung möglicher Wirkungszusammenhänge ein, so führt dies zu zusätzlicher Varianzaufklärung (vgl. z.B. Fischer, 1982; Kasl, 1974; Strohmeier, 1983).
  2. Die Struktur und Funktion sozialer Netzwerke bzw. Stützsysteme wird offenbar nicht einfach durch umfassende Umweltgegebenheiten (z.B. Stadtstrukturen) determiniert. Alte stadtsoziologische Annahmen gehen davon aus, daß die durch Urbanisierung bedingten gesellschaftlichen Differenzierungsprozesse zur Zerstörung von Gemeinschaften und Beziehungsformen führen. Diese Annahmen werden in gewißer Hinsicht unterstützt, wenn z.B. festgestellt wird, daß in urbanisierten Gebieten der Anteil an nachbarschaftlichen Beziehungen abnimmt. Es gibt auch tendenzielle Hinweise dafür, daß kleinere Gemeinden über ein größeres soziales Unterstützungspotential verfügen. Nicht selten aber lassen sich, wie im Falle von Dichteverhältnissen, überhaupt keine Einflüsse z.B. auf die Größe und Zusammensetzung von sozialen Netzwerken nachweisen. Die im Zusammenhang mit Urbanisierungsprozessen auftretenden Veränderungen der sozialen Umwelt (z.B. die Ausweitung und Entzerrung sozialer Netzwerke, das Aufkommen von Subkulturen, die Vervielfältigung der Inhalte von sozialen Beziehungen, die Reduktion von Traditionsgebundenheit etc.) aber werden vielfach als Verbesserung erlebt. Solche Ergebnisse lassen die Annahme zu, daß entsprechende Umwelten zumindest partiell freiwillig aufgesucht werden. Die durch Urbanisierungsprozesse bedingten eher nachteiligen Veränderungen sozialer Umwelten (z.B. die durch größere Entfernungen verschlechterten unmittelbaren Kommunikationsmöglichkeiten) werden im Rahmen einer kompensativen und selektiven Form der Beziehungspflege aufgefangen. Dementsprechend kann die Annahme nicht aufrechterhalten werden, daß städtische Umwelten unumgänglich zur sozialen Isolation führen. Man muß die Annahme heute als einen Mythos bezeichnen (vgl. Fischer, 1982; Smith, 1980; Warren, 1981).
  3. Damit erhalten individuelle Faktoren, wie z.B. soziale Fertigkeiten, eine zunehmend größere Bedeutung bei der Betrachtung auch möglicher reziproker Verhältnisse zwischen Individuum und Umwelt (vgl. Holohan & Spearly 1980).
  4. Es gibt Hinweise, wie z.B. von Morrissey & Handal (1981), daß die Zufriedenheit mit Wohnquartieren von Beurteilungen abhängt, die sowohl auf Eigenschaften sozialer Stützsysteme Bezug nehmen (z.B. gegenseitiger Bekanntheitsgrad von Nachbarn), als auch physikalische Charakteristika berücksichtigen (z.B. Wohnungsgrößen). Diese enge Verbundenheit der Beurteilung verschiedener Aspekte von Umwelt mag dazu beitragen, daß die physikalischen Umweltbestände ihre so oft beschworene symbolische Qualität erhalten (vgl. Stokols, 1981).

2.2 Soziale Stützsysteme als Bestandteile sozialer Umwelten

Soziale Unterstützungen sind für Kelly (1977) im Sinne von Ressourcen wesentliche Bestandteile von sozialen Umweltsystemen. Um die möglichen Abhängigkeiten dieser Ressourcen von anderen Systemdeterminanten deutlich machen zu können, nutzt er im Rahmen allgemeiner Überlegungen seine bekannten ökologischen Grundprinzipien. Er hat diese im Kontext seiner Metapher von der ökobiologischen Gesetzmäßigkeit sozialer Systeme entwickelt (Prinzip des Umflusses von Ressourcen, der Interdependenz von Umweltelementen, der Fortentwicklungsfähigkeit von Umweltsystemen und ihren für den Einzelnen adaptiven Möglichkeiten). Bei Kelly (1977) erhält soziale Unterstützung vornehmlich den Charakter einer für soziale Umweltsysteme stabilisierenden Kraft. Die Art und Zugänglichkeit von sozialer Unterstützung sowohl innerhalb als auch außerhalb von bestimmten sozialen Umweltsystemen wird nach Kelly (1977) durch folgende funktionale Zusammenhänge bestimmt:

  1. Die Allokation von Ressourcen hängt von Systemorientierungen ab, die sich entweder „soziale Integration“ oder „Machtkonzentration“ zum Ziel setzen.
  2. System- oder aber individuenorientierte Ziele bestimmen über den Verteilungsmodus von psychosozialen Ressourcen.
  3. Normative Vorgaben zur Stabilisierung oder Fortentwicklung eines sozialen Umweltsystems bedingen die Allokation und den Verteilungsmodus von sozialer Unterstützung.

Die systemorientierte Bedeutung sozialer Unterstützung kommt der Vorstellung Barkers nahe, daß „Behavior Settings“ über eine innere Dynamik verfügen und, um ein bestimmtes Gleichgewicht aufrecht erhalten zu können, einen gewissen Handlungszwang auf die sich darin aufhaltenden Personen ausüben. Dementsprechend könnten auch z.B. die Anforderungen eines betrieblichen „Behavior Settings“, das durch die Größe und personelle Besetzung bestimmte Verhaltensmuster fordert, auch sozial unterstützendes Verhalten nötig machen. Dies konnte allerdings in einer Untersuchung von Oxley (1982) nur ansatzweise nachgewiesen werden.

2.3 Soziale Unterstützung als soziales Klima

Es ist nicht verwunderlich, daß Moos (1984) zu jenen Autoren gehört, die ausgehend von der Untersuchung sozialer Klimata sich auch um die Analyse sozialer Stützsysteme bemühen (vgl. auch Moos & Mitchell, 1982). Diese Forschergruppe um Moos hat in letzter Zeit verstärkt versucht, die Bewältigung von streßerzeugenden Umweltanforderungen im Rahmen eines ökologisch orientierten Copingmodells zu erklären. Dabei werden bislang relativ einfache Wirkmodelle streßreduzierender Faktoren (personale und soziale Ressourcen) durch umfassendere ökologische (organisatorische und physikalische ) Kontexte, aber auch durch komplexe nonrekursive Wirkrichtungen erweitert und empirisch fruchtbar gemacht. Soziale Stützsysteme werden sowohl funktional, als auch strukturell (im Sinne sozialer Netzwerkmerkmale, wie z.B. Größe) in einen umfassenderen ökologischen Kontext eingebunden. Dabei wird soziale Unterstützung, wenn nicht insgesamt, so doch mit bestimmten subjektiv eingeschätzten Eigenschaften sozialer Klimata funktional gleich behandelt, d.h. für das persönliche Wachstum und die individuelle Entfaltung als entscheidend angesehen. In Untersuchungen zur Wirkung ökologischer Kontexte auf das soziale Klima z.B. von Altersheimen und die Befindlichkeit ihrer Insassen, finden sich Entsprechungen zwischen bestimmten Typen sozialer Unterstützung und dem, was Moos & Lemke (1983) als suprapersonale Faktoren ökologischer Kontexte bezeichnen (z.B. soziale Ressourcen, Eingebundenheit in das Gemeindeleben). In einigen Untersuchungen werden Skalen zur Erfassung sozialer Klimata (z.B. Family Environment Scale - FES) durch Verfahren zur Bestimmung von funktionalen und strukturellen Eigenschaften sozialer Netzwerke ergänzt (vgl. Billings et al., 1983).

2.4 Soziale Netzwerke als Mesosysteme

Für Bronfenbrenner (1979) sind soziale Netzwerke bzw. Stützsysteme Mesosysteme und zugleich sozialisatorische Agentien (vgl. auch Kaminski, 1978). Sie sind insbesondere für Entwicklungsübergänge und -verläufe in Abhängigkeit von der Binnenstruktur sozialer Netzwerke mehr oder weniger förderlich. Diese Binnenstruktur wird bestimmt durch das Ausmaß an allseitigen Kontaktmustern und durch die Vielfältigkeit und Menge kollektiver Tätigkeiten bzw. gemeinsamer Handlungsziele. Verschiedene Mesosysteme (z.B. Bekanntenkreis und Kollegenschaft) werden auf diese Weise miteinander verknüpft. Sie stellen aber auch zugleich den entscheidenden Übergang zu übergeordneten Makro- und Exosystemebenen dar (z.B. Elternbeirat und Schulsystem).

3. Perspektiven einer handlungstheoretischen Konzeption zur Ökologie sozialer Stützsysteme

Gerade weil sich die subjektive Einschätzung von sozialer Unterstützung in den Untersuchungen als besonders bedeutungsvoll darstellt, ist die Analyse der „Binnenstruktur“ der subjektiven Korrelate von sozialen Stützsystemen eine wichtige Ergänzung zu den bislang üblichen objektiven Beschreibungsformen. Auch die Frage, wie denn der Prozess der Nutzung und Produktion sozialer Unterstützung im Sinne einer aktiven Auseinandersetzung mit bzw. einer Anpassung an Gegebenheiten der Umwelt im einzelnen aussehen könnte, ist noch weitgehend unbeantwortet. Sowohl diese Frage, als auch die bislang erarbeitete Grundposition, daß soziale, in übergreifenden und physikalischen Kontexten eingebundene Stützsysteme bzw. Netzwerke dem einzelnen als aktiv zu gestaltende Umwelten begegnen, legen eine ökologisch orientierte und zugleich handlungstheoretische Konzeptualisierung (Interpretation) dieses Gegenstandsbereiches nahe. Zumindest könnte ein solcher Versuch einen in Hinsicht auf die theoretische Vielfalt ordnenden, wenn nicht sogar für weitere Forschungen fruchtbaren Einfluß haben (vgl. Kaminski, 1979, 1983).

Im Rahmen einer ökologisch-handlungstheoretischen Konzeptualisierung von Gegenstandsbereichen wird gefordert, daß dabei sowohl prozessuale als auch strukturelle Beschreibungen und Analysen von Person-Umweltbeziehungen möglich sein sollten. Folgt am dieser Forderung, so bedeutet dies, daß eine ökologisch-handlungstheoretische Konzeptualisierung von sozialen Stützsystemen sich vornehmlich mit den subjektiv bedeutsamen Handlungsgrundlagen befassen muß.

3.1 Soziale Unterstützung als soziales Handeln

Wollte man soziale Unterstützung als eine Sonderform sozialen Handelns näher bestimmen, so müßte man nicht nur nach den handlungstheoretisch üblichen Regulationsmechanismen Ausschau halten, sondern das Geschehen als Teil einer umfassenden und möglicherweise hochkomplexen sozialen Interaktion begreifen (vgl. Röhrle, 1981). Dieses Geschehen bezieht sich sowohl auf bestimmte Interaktionsinhalte (Aufgaben i.e.S.) als auch auf die Regulation der sozialen Interaktion und die zugrunde liegenden sozialen Beziehungsverhältnisse (z.B. Reziprozität). Darüber hinaus sind sozial interaktive Handlungen auch auf höher geordnete personale Zielsetzungen, wie z.B. den Erhalt eines bestimmten Selbstwertes ausgerichtet. In diesem Sinne sollten sich auch die funktional verschiedenen Typen der sozialen Unterstützung (wieder-)bestimmen lassen. Zugleich müssen aber auch die phänomenspezifischen Formen dieser Art sozialen Handelns deutlich werden.

3.1.1 Soziale Unterstützung als „Geben“ und „Nehmen“

Nur selten ist bislang der Versuch unternommen worden, soziale Unterstützung als einen „gebenden“ Vorgang zur Bewältigung von Problemen anderer Menschen zu kennzeichnen. Fast ausschließlich rückt die „nehmende“ Seite sozialer Unterstützung in den Vordergrund. Wollte man die „gebende“ Form sozialer Unterstützung handlungstheoretisch fassen, so würde dies bedeuten, daß Bestandteile der sozialen Umwelt (Personen in bestimmten Situationen und Verfassungen) den Charakter von sozial normierten Aufgaben- bzw. Problemstellungen bekommen müßten. In einem sozial normierten Aufgabenbereich (z.B. anderen Menschen in Notlagen muß geholfen werden) ist der Aufgabenbereich des jeweils signifikant Anderen eingeschachtelt zu denken. Hoch komplexe Beurteilungsprozesse der jeweiligen Anforderungen, sie sich auch durch situative Bedingungen ergeben (Ortsgebundeheit sozialer Unterstützungsformen), müßten gefolgt sein von der Auswahl, dem Angebot und der Kontrolle des Erfolgs möglicher sozial unterstützender Handlungen. Man stelle sich etwa vor, daß ein etwas mittelloser Nachbar im Hausflur über die hohe Stromrechnung klagt, die er zu bezahlen hat. Nun ist denkbar, daß ein Mitbewohner dies sofort als soziale Aufforderung wahrnimmt, irgendwie zu helfen. Die naheliegendste Lösungsalternative für das Problem des befreundeten Nachbarn wäre vielleicht, ihm eine bestimmte Geldsumme leihweise anzubieten. Eine solche Offerte würde zugleich das Vertrauensvolle der freundschaftlichen Beziehung hervorheben können. Die Möglichkeit, daß ein solches Angebot den Empfänger vor eventuell mithörenden Nachbarn desavouieren könnte, mag zu einer Form der sozialen Unterstützung führen, die sich nur als ein mitfühlendes Bedauern ausdrückt. Zugleich könnte diese Form der sozialen Unterstützung im Widerspruch zu bestimmten Ansprüchen des Hilfegewährenden stehen, dann nämlich, wenn ein solches Bedauern von ihm selbst z.B. als zu oberflächlich gewertet würde.

Die „nehmende“ Form der sozialen Unterstützung kann man zunächst als Teil- bzw. Endphase eines hilfeaktivierenden Handlungs- bzw. Interaktionsgeschehens begreifen. Ein solcher Hilfesuchprozess schließt gleichermaßen die Analyse der Angemessenheit des Hilfesuchens als soziales und auch als für den Selbstwert bedeutsamen Handelns ein. Er umfaßt auch die antizipative Überprüfung eines möglichen Erfolgs des Hilfesuchverhaltens bzw. der angestrebten sozialen Unterstützung (vgl. Gross & McMullen, 1982; Sanders, 1982).

Neben dieser Art der aktiven Suche von sozialer Unterstützung, gibt es jene, die sich als spontane, nicht erwartete Hilfsangebote äußern. Man mag davon noch den Spezialfall abheben, der darin besteht, daß solche Hilfsangebote nicht intendiert sind, aber als solche wahrgenommen werden (man denke z.B. an die vielen Hilfsangebote, die sich am Ende als nicht ernst gemeint ausweisen). Diese Art der sozialen Unterstützung, als spezifischer Ausdruck von Eigendynamik der sozialen Umwelt erkannt, müßte gleichermaßen in Hinsicht auf ihre sozialnormierte Angemessenheit und ihre Bedeutung für den Selbstwert überprüft werden. Darüber hinaus müßte das Hilfsangebot auch in Hinsicht auf die Effektivität als Handlungsmittel für jeweils eigene Ziele beurteilt werden.

3.1.2 Spezielle Formen und Funktionen der sozialen Unterstützung

Relativ phänomenspezifisch erscheinen m.E. folgende Formen sozialer Unterstützung: Zum einen kann ein Hilfsangebot zugleich eine „nehmende“ Form der sozialen Unterstützung darstellen, nämlich z.B. dann, wenn zugleich das Gefühl produziert wird, für jemanden da oder nützlich sein zu können. Zum anderen mag man auch dann von sozialer Unterstützung sprechen, wenn keine Problemlösung zustande kommt oder möglich ist, jedoch die Bemühungen als solche positiv gewertet werden. Hinzu kommt jene Form der sozialen Unterstützung, die schon wirksam wird, wenn eine Person sie für hinreichend erreichbar hält, ohne sie aber in Anspruch zu nehmen. Diese speziellen Arten von sozialer Unterstützung haben vor allem emotionale Qualität. Sie mögen primär für affektiv-kognitive Steuerungssysteme, etwa zur Produktion bestimmter Gefühlslagen (z.B. emotionaler Sicherheit) von Nutzen sein (vgl. Lantermann, 1983). Vorhandene, wie auch antizipierte Formen der emotionalen Unterstützung bilden nicht nur die im Bowlby’schen Sinne notwendige Basis für exploratives (problemlösendes) Handeln, sondern mögen auch auf alle Stadien kognitiv-affektiver Regulation entsprechenden Einfluß haben.

Deshalb sind im übrigen Ansätze einer nach Lazarus konzeptualisierten Theorie des sozialen Coping sinnvoll, welche die Wirkung sozialer Unterstützung in allen Phasen des Streßverarbeitungsvorganges vermuten (vgl. z.B. Thoits, 1984). So nimmt man u.a. an, daß die soziale Unterstützung in der Phase des „Primary Appraisal“ die Bedrohlichkeit von Umweltereignissen dadurch mindern kann, daß sie Uneindeutigkeiten beseitigt. Bestimmte Hinweise oder entsprechende Angebote von Handlungsmitteln im Sinne der sozialen Unterstützung können im Kontext des „Secondary Appraisal“ aktive Bewältigungsversuche induzieren.

Materielle bzw. instrumentelle Formen der sozialen Unterstützung können den Charakter von Mehrfachhandlungen annehmen. Sie dienen vielfach nicht nur der Erreichung konkreter instrumenteller Ziele, sondern die Bemühungen als solche mögen wiederum als emotional unterstützend wahrgenommen werden.

Die für rein kognitive Steuerungen wertvollen Formen der sozialen Unterstützung fassen eine Vielzahl von Hilfsmöglichkeiten. Hierzu gehören u.a. Mitteilungen, welche Unsicherheiten in Bezug auf die Nützlichkeit bestimmter Handlungsmittel reduzieren helfen, die Vorgabe von Problemlösewegen, u.a.m..

Soziale Unterstützungen tragen aber auch dazu bei, den sozialen Interaktionsprozeß und die sozialen Beziehungsverhältnisse durchschaubarer und regulierbarer zu machen. Sowohl Erfahrungen in Hinsicht auf den Empfang indirekter Formen der sozialen Unterstützung (z.B. die über Dritte angedeihende Hilfe), als auch das Wissen um bestimmte Verteilungsmuster sozialer Ressourcen in einer sozialen Umwelt, verdichten sich zu subjektiven Konzepten, die dem einzelnen eine Vorstellung über seine soziale Position, seine Beliebtheit und über bestimmte Regelmäßigkeiten in einem sozialen System geben.

Solche Einschätzungen führen auch zu Vergleichen zwischen erhaltener sozialer Unterstützung und der bei anderen Mitgliedern des sozialen Netzwerks beobachteten. Entsprechende Ergebnisse dieses Vergleichsprozesses mögen eine Ursache dafür sein, daß bei objektiv gleichen Mengen sozialer Unterstützung das Ausmaß der erhaltenen zu Unzufriedenheit führt. Wenn soziale Unterstützung angenommen wird, dann mag dies darüber hinaus gerade in Hinsicht auf die positionale Einordnung der eigenen Person oder des Gebenden im sozialen Netzwerk den Effekt haben, daß z.B. reziproke Verhältnisse beeinträchtigt werden und so zu negativen Folgeeffekten führen können (z.B. Gefühle der sozialen Verpflichtung). Diese negativen Formen der sozialen Unterstützung werden ergänzt durch solche, die, auch basierend auf sozialen Vergleichen, Interpretationsmuster aktivieren, welche die eigene Person als sozial unterlegen, als überbehütet oder gar als sozial kontrolliert erleben lassen.

3.2 Soziale Stützsysteme als subjektiv gefaßte soziale Umwelt

Die Untersuchung der subjektiv gefaßten Handlungsgrundlagen sozialer Unterstützung, d.h. also der wahrgenommenen und zugleich durch die Umwelt bereitgestellten Möglichkeiten und Zwänge bei der Nutzung und Produktion sozial unterstützenden Handelns, ist m.E. das Kernstück einer ökologisch- handlungstheoretischen Betrachtungsweise dieses Phänomenbereichs. Zumindest ist die Untersuchung solcher subjektiven Konzepte eine notwendige Ergänzung zu den objektiven Analysen sozialer Netzwerke (Fuhrer, 1983; Kaminski, 1983; Kruse, 1983). Eine Analyse der subjektiven Struktur sozialer Stützsysteme sollte aber auch so beschaffen sein, daß Beziehungen zu objektiven Ordnungsmustern gestiftet werden können. Die Existenz solcher Beziehungen ist aufgrund verschiedener Untersuchungen zur „Erlernbarkeit“ objektiv gefaßter sozialer Strukturen anzunehmen. So stellt Crocket (1982) insgesamt fest, daß symmetrische und transitive Beziehungsmuster als leichter erlernbar zu gelten haben. Darüber hinaus möchte ich von der Annahme ausgehen, daß eine solche Beziehung grundsätzlich auch deshalb besteht, weil der Mensch als „naiver“ Sozialanalytiker möglicherweise ähnliche Beschreibungsmuster nutzt (Gergen & Gergen, 1983).

Um zu Kategorien zu gelangen, die eine mögliche Ordnung der kognitiven Repräsentation sozialer Stützsysteme beschreiben könnten, sind m.E. folgende Wege denkbar:

  1. Man sucht zu den objektiven Begrifflichkeiten sozialer Netzwerkmerkmale analoge Konzepte, die über einen größeren psychologischen Bedeutungsgehalt verfügen und so subjektiven Repräsentationen von sozialen Stützsystemen zumindest nahe kommen. Solche Konzepte sind wohl bislang am besten in umweltpsychologischen Taxonomien gefaßt (Kaminski, 1978; Kommer & Röhrle, 1981; Magnusson, 1981).
  2. Man abstrahiert soweit als notwendig von den Netzwerkbegrifflichkeiten und nutzt derzeit gängige sozial-kognitive und ökologische Konzepte, um den Gegenstandsbereich weitgehend neu aufzubereiten.

3.2.1 Zur Analogie objektiver Merkmale von sozialen Stützsystemen

Die „objektive“ Struktur sozialer Stützsysteme wurde bislang im Rahmen der Analyse so genannter Netzwerkmerkmale bestimmt (z.B. Schenk, 1984). Zu solchen objektiven, strukturbestimmenden Merkmalen gehört die Zahl der einem Netzwerk zugeordneten Personen (Größe). Darüber hinaus werden vor allem auch relationale Eigenschaften, wie Dichte (Verhältnis nachweisbarer Beziehungen zur Wahl möglicher), Multiplexität (Verschiedenartigkeit der Handlungszusammenhänge oder Rollenbeziehungen) und andere strukturbestimmende Charakteristika analysiert.

Befaßt man sich mit diesen analytischen Kategorien zur Beschreibung sozialer Stützsysteme bzw. Netzwerke, so werden bestimmte Analogien zu umweltpsychologischen Beschreibungssystemen augenfällig. Im Sinne von heuristisch fruchtbaren Analogieschlüssen lassen sich möglicherweise die subjektiven Korrelate sozialer Stützsysteme auf eine neue Art und Weise bestimmen. Dies könnte andeutungsweise in etwa so aussehen: Das Merkmal der Größe von Umweltbereichen entspricht zunächst dem der „Größe“ von sozialen Netzwerken (Zahl der in personalen Netzwerken aufgeführten Personen). Man kann annehmen, daß die Zahl der von einer Person genannten Mitglieder seines sozialen .Netzwerkes zugleich auch die kognitiv repräsentierte Größe eines sozialen Stützsystems darstellt. Psychologisch bedeutsamer aber könnten folgende, ebenfalls die Größe von sozialen Stützsystemen bestimmende Merkmale sein:
Die Zahl der im Sinne der sozialen Unterstützung handlungsrelevanten Teilbereiche von sozialer Umwelt (Handlungsmilieus),
- die sie tangierenden Umfelder (sozial unterstützende Situationen, Settings, evtl. Aktivitätsmilieus),
- die Zahl der zuordenbaren sozial unterstützend wirkenden Ziele bzw. der hierfür notwendigen Handlungsmittel.

Die „Größe“ sozialer Stützsysteme mag also subjektiv vielmehr durch die Anzahl möglicher Binnenstrukturierungen festgelegt sein als durch Personanzahlen. Nicht zuletzt könnte auch der eingeschätzte physische, materielle und für die Aktivierung und den Erhalt sozialer Stützsysteme notwendige psychische Aufwand sowohl ihre geographische als auch ihre soziale Größe bestimmen. Eine solche Konzeptualisierung von der „Größe“ eines Stützsystems beschreibt zugleich den möglichen Differenzierungs- und Ordnungsgrad entsprechender kognitiver Repräsentationen.

Die einem sozialen Netzwerk zugeordneten relevanten und in ihrer Verschiedenartigkeit bestimmbaren sozial unterstützenden Handlungsziele entsprechen zumindest teilweise dem, was im Rahmen „objektiver“ Netzwerkanalysen als „Multiplexität“ bezeichnet wird. Man erfaßt auf diese Weise die Potenz einer sozialen Umwelt, entsprechender Regionen und der ihnen zugeordneten Personen, Mehrfachhandlungsfelder im Sinne von zugleich wirksamen sozial unterstützenden Zielen bereitzustellen. Inhaltliche Klassifizierungen von solchen Zielen lassen sich auch aus den Typisierungen von sozialen Unterstützungen als emotionale, kognitive, materielle Hilfen, als Produktion von Bindungen, Selbstwertstabilisierung, Identitätsbestimmung etc. ableiten (s.o.).
Es liegt nahe, das Merkmal „Dichte“ eines sozialen Netzwerks mit dem der Vernetztheit von Umweltsystemen gleichzusetzen. Mit dem Merkmal der „Dichte“ werden sicherlich die über die Zielpersonen hinausgehenden Wirkungen von sozialen Unterstützungen faßbar. In diesem Sinne mag man auch von der wahrgenommenen Vernetztheit eines sozialen Stützsystems sprechen. Gemeint sein könnten damit aber auch die denk- und erlebbaren Veränderungen im Stützsystem selbst, wie z.B. Verschiebungen von sozialen Gleichgewichten, das Auftreten von Anlässen für den Aufbau neuer Beziehungen, u.a.m.

Der Versuch, solche Entsprechungen und Unterschiede der Kategorien zur Beschreibung von sozialen Netzwerken und Umwelten herauszuarbeiten, müßte konsequent auch für weitere Begrifflichkeiten der sozialen Netzwerkanalyse fortgesetzt werden (z.B. für Begriffe wie Transitivität, Intensität von Beziehungen; Erreichbarkeit, Zentralität von Netzwerkmitgliedern).

3.2.2 Die diachrone und synchrone Struktur sozialer Stützsysteme

Geht man den zweiten Weg zur Bestimmung subjektiver Strukturen von sozialen Stützsystemen, so sollten zwei grundsätzliche Fassungsmodi unterschieden werden. Zunächst käme es darauf an, das „Gestalthafte“ entsprechender kognitiver Muster, ihre mögliche Binnengliederung und die inhärenten Merkmalskonfigurationen im Sinne von diachronischen Einheiten zu rekonstruieren. Dies müßte ergänzt werden durch die Analyse synchroner Muster, also durch die Untersuchung von kognizierten Veränderungen, Veränderbarkeiten von sozialen Stützsystemen und von soziale Unterstützung beschreibenden Ereignis-Handlungsketten (vgl. Gergen & Gergen, 1983; Wilder & Cooper, 1981).

Untersucht man mögliche diachrone Muster sozialer Stützsysteme, so stellt sich sogleich die Frage, ob dieser Gegenstand überhaupt als „Gestalt“ (als abgeschlossene und in sich gegliederte Einheit) erlebt wird. Ganz in der Tradition dimensionaler und konfigurativer Analysen sozialer Kognitionen, richtet sich dann die Frage auf die Art der möglichen Binnengliederungen sozialer Stützsysteme und ihrer Merkmalskonfigurationen (vgl. zum Überblick Forgas, 1982). Für solche Analysen bieten sich folgende Unterscheidungs- und konfigurative Muster an: sozial normierte Person- bzw. Rollentypen (z.B. Verwandte), Beziehungsstrukturen (z.B. reziproke Verhältnisse), Intensität und Valenz von Beziehungen definierende emotionale Distanzen, nach Häufigkeit geordnete Kontaktmuster, im sozialen Umfeld gruppierte Zonen, die für bestimmte Formen (Ziele) der sozialen Unterstützung und für bestimmte Anlässe vorrangig sind und Personen bzw. Situationen beschreibende (evtl. prototypische) Merkmale und expressive Muster, die bestimmte Typen von sozialer Unterstützung erwartbar machen. Inwieweit solche Schemata als in andere (übergeordnete) Umwelteinheiten eingebettet und wie auch immer verbunden erlebt werden, gilt es bei der Untersuchung des ökologischen Kontextes sozialer Stützsysteme gleichermaßen zu prüfen (z.B. Heimat bestehend aus Stützsystemen, Wohnung, Landschaft, Soziostruktur etc.).

Synchrone Schemata von sozialen Stützsystemen eröffnen zunächst den Blick auf die dependente bzw. independente Dynamik entsprechender sozialer Umwelten. Die dependente Dynamik von sozialen Stützsystemen mag als Beeinflußbarkeit durch „Beziehungsarbeit“ erlebt werden. Die independente Form könnte als Ergebnis immanenter Prozesse (z.B. Bildung von sozialen Clustern durch neue Beziehungen) oder als Folge übergeordneter Systemeinflüsse (z.B. sozialräumliche Veränderungen durch arbeitsmarktbedingte Anforderungen) wahrgenommen werden. Solche Veränderungen lassen sich zusätzlich nach zeitlichen Erstreckungsgraden und erlebten Geschwindigkeiten differenzieren.

Neben diesen globalen kognitiven Konzepten, die mögliche dynamische Eigenschaften sozialer Stützsysteme fassen, sind auch feinere Lupeneinstellungen denkbar (vgl. Kaminski, 1983). Diese könnten gestuft, mehr oder weniger situations- oder personabhängig, konkrete und globale Handlungs- bzw. Zielmuster sozialer Unterstützung repräsentieren.

Auf der untersten Ebene würden situativ gebundene Ereignisketten, also spezifische Handlungs- bzw. Interaktionsfolgen identifiziert werden, die in bestimmten, auch kulturell definierbaren Situationen spezifische Formen der sozialen Unterstützung vorschreiben (vgl. hierzu den Begriff der sozialen Episode von Forgas, 1982). So mag z.B. die Arbeitspause eine Situation sein, in welcher ein durch Arbeitsstreß belasteter Kollege immer in der gleichen Weise z.B. durch eine fixierte Form des Fragens („Na, wie geht's?“) emotionale Unterstützung erhält.

Davon abheben könnte man kognitive Strukturen, die zwar situativ gebunden sind, aber zur Erlangung bestimmter Formen sozialer Unterstützung mehrere Handlungs- bzw. Interaktionsketten zulassen (vgl. den inzwischen von Schank, 1982 überarbeiteten Begriff des „Scripts“ und der „Scene“). Höher geordnete Kognitionen strukturieren solche Handlungs-Ereignisketten von verschiedenen, wenngleich strukturell vergleichbaren Situationen zu allgemeinen Handlungsmustern. So mag z.B. die Situation „Pause“ nicht nur im Arbeitsbereich, sondern auch im Kontext von Freizeitsituationen (z.B. Pausen beim Spiel) ähnliche, aber jeweils abstrahierbare Handlungsmuster nahelegen, die zu bestimmten Typen der sozialen Unterstützung führen (vgl. hierzu den Begriff der „Episode Representation“ von Forgas, 1982, den des „Metascripts“ von Schank & Abelson, 1977 oder den der „ MEMORY ORGANIZING PACKETS - MOP's“ von Schank, 1982). Nach Forgas (1982) lassen sich solche Meta-Strukturen wiederum formal charakterisieren nach Komplexität, Grad der Konsensualität, des Prototypischen usw.

3.2.3 Schlußbemerkungen

Alle bisherigen Überlegungen sind natürlich äußerst vorläufig und haben eher programmatischen Charakter. Würde man aber die hier skizzierten Wege einschlagen, so dürften soziale Stützsysteme bzw. Netzwerke doch in vergleichsweise vielfältigeren und psychologisch relevanteren Kategorien eingeordnet werden können. Soziale Stützsysteme werden so zu subjektiv bedeutsamen Ordnungsmustern, von denen auch anzunehmen ist, daß sie die Grundlagen für die Ausführung von verschiedene Formen und Typen sozial unterstützender Interaktionen darstellen. Zugleich deuten sich erste Perspektiven an, diese subjektiven Muster auch als mit umfassenderen ökologischen Kontexten (z.B. kulturellen) verbunden zu sehen. Zumindest kann man davon ausgehen, daß so gefaßte Formen der sozialen Unterstützung die Position einer äußerst differenzierten vermittelnden Variablen zwischen objektiven Beschreibungsmerkmalen von (sozialen) Umwelten und individuellen Parametern einnehmen. Zusätzlich ist die Möglichkeit geschaffen, differentielle Aspekte der Kognition sozialer Stützsysteme (z.B. als störungsspezifische Verzerrungen) zum Ausgangspunkt wichtiger diagnostischer und therapeutischer Fragestellungen zu machen.

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Anmerkung

1 Erstmalig erschienen in Day, P., Fuhrer, U. & Laucken, U. (Hrsg.) (1985). Umwelt und Handeln: ökologische Anforderungen und Handeln im Alltag; Festschrift zum 60. Geburtstag von Gerhard Kaminski. Tübingen; Attempto-Verl., S. 166-188, (Werkhefte der Universität Tübingen: Reihe B; 3). Der Nachdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Atempto-Verlags bzw. des Narr-Verlags.

Autor

Prof. Dr. Bernd Röhrle
Klinische Psychologie und Psychotherapie
Fachbereich Psychologie
Philipps-Universität Marburg
Gutenbergstr. 18
D-35037 Marburg
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